Richtig feuern

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    Holz entzündet sich mit Fremdzündung bei etwa 300°, bei 400° erfolgt die Selbstzündung. Die Holzsubstanz selbst jedoch brennt noch nicht. Sie zersetzt sich zunächst im Prozess der Pyrolyse ( Auflösung im Feuer ) zu kleinen molekularen Gasen. Etwa 15% der Holzmasse bleiben als Kohle übrig. Bei über 400° beginnen die Pyrolyrse-Gase in langen Flammen zu brennen. Die Flammen leuchten gelb von glühendem Russ, der jedoch auch verbrennt.Gleichzeitig brennt die Holzkohle mit bläulichen Flammen ab, da dieser Abbrand unter Zersetzung von blaubrennendem Kohlenmonoxid verläuft. Die Temperatur eines solchen Holzfeuers kann maximal 1000 bis1200 Grad erreichen. In der Praxis und vor allem bei kleineren Feuerungen jedoch liegt sie weit niedriger.

    Bei sehr hohen Temperaturen werden die Hauptbestandteile des Holzes- die Elemente Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff- vollständig zu Kohlendioxid und Wasserdampf verbrannt.
    Ihr Ofen ist kein Abfallkübel

    Eine optimale Verbrennung minimiert die Umweltbelastung. Nur gesundes und unbehandeltes Holz soll verbrannt werden. Holz mit Farbe, Spanplatten und vor allem sämtliche Haushaltsabfälle gehören in eine Kehricht-Verbrennungsanlage.

    Bei der Verbrennung von Verpackungsmaterialien ( Milchpackungen, Jogurtbecher, Plastikfolien uä.), sowie PVC beschichtetem Holz wird Salzsäure freigesetzt. Salzsäure wirkt ätzend und greift den Ofen / das Cheminée, sowie die Kaminanlage an. Durch das Verbrennen von kupferhaltigen Stoffen bei zu niedrigen Temperaturen entstehen Dioxine und Furane. Diese Stoffe sind besser bekannt als „Seveso“- Gifte. Dioxine sind hochgiftig und können Krebs erzeugen. In Kleinfeuerungen verbrennende Spanplatten setzten Formaldehyd aus. Es reizt die Schleimhäute und zählt zu den krebsverdächtigen Stoffen.

    Werden Haushaltsabfälle mit oben genannten Materialien unvollständig und bei zu niederen Temperaturen verbrannt, es werden auch noch organische Stoffe in die Umwelt abgegeben. Diese Stoffe sind die Hauptbestandteile des sichtbaren Rauches. Sie sind schwach bis stark giftig, teilweise sogar krebserregend. (Benzole, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) Je nach Temperatur sind sie gasförmig, flüssig oder fest. Sie schlagen sich teilweise als Teer in den Feuerräumen und im Kamin nieder. Der Energieverlust der Anlage wird erhöht.


    Viele Farben, Oberflächenbehandlungsmittel und Konservierungsstoffe enthalten Schwermetalle. Verfeuert man behandeltes oder beschichtetes Altholz gelangen diese Stoffe z.T. durch den Kamin ins Freie und der andere Teil bleibt in der Asche zurück. Diese Schwermetalle (Blei, Zink, Cadmium) gelangen durch Luft oder Asche in den Boden und die Nahrungskette. Im Boden reichern sie sich an und vermindern dessen Fruchtbarkeit. Über die Nahrungskette, entweder direkt durch Gemüse und Früchte aus Garten und Landwirtschaft oder über tierische Produkte wie Fleisch und Milch gelangen die Schwermetalle in unseren Körper. Hier können sie zu verschiedenen Organstörungen führen.
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